• MAUTHNER KLAMM

MAUTHNER KLAMM

Bei der Anmeldung mussten wir noch die Kleidergröße, das Gewicht und die Schuhgröße angeben damit wir die richtige Ausrüstung zur Verfügung gestellt bekommen. Wir einigten uns bei der Schluchtenwanderung auf die Mauthner Klamm, da diese Schlucht uns räumlich sehr nahe war. Eine Woche später war der Tag gekommen. Am Treffpunkt erwartete uns bereits der Führer Fredi, der uns sachkundig den weiteren Ablauf erklärte. Zuerst brachten wir noch ein Auto zum Ausstiegsbereich und dann fuhren wir mit dem Auto auf der Plöckenpasstraße zum Einstieg. Dann war das große Umziehen angesagt. Es verging einige Zeit bis wir alle in unseren Neoprenanzügen steckten. Schnell wurde uns heiss in den Neoprenanzügen – rasch lagen wir alle im Bachbett und wunderten uns, dass die Wassertemperatur angenehm warm war. Nach der Einschulung durch Fredi (Ablauf, Verhaltensregeln, was sollte man tun, was sollte man nicht tun) folgen wir dem Schluchtverlauf. Am Anfang ging es flach dahin. Bald gelangten wir zur ersten Steilstufe und Fredi packte das Seil aus dem Rucksack. Die anfängliche Skepsis über den Seilgebrauch schwand schnell und der Gebrauch des Seiles wurde bald zur Gewohnheit. Fredi organisierte die Gruppe sehr umsichtig. Es folgte die erste, zweite und dritte Finsternis – bei der dritten Finsternis hatten wir Einblick in die Steinerne Rinne (eine richtige Canyoningtour). Für mich war das Erlebnis in der Schlucht unglaublich. Ich hatte noch nie so einen Eindruck von der Natur erlebt, wie in diesen Graben. An manchen Stellen fanden wir noch Fragmente einer alten Steiganlage. Fredi erwähnte, dass es sich bei diesen Fragmenten üm Überreste des Klaubautersteiges handelt. Wir nutzten etliche Fixpunke des Klabautersteiges, um uns mit dem Seil abzuseilen. Irgendwie habe ich die Zeit ganz übersehen, es waren 3,5 Stunden vorbei und wir waren am Waldbad in Kötschach-Mauthen angelangt. Nach dem wir wieder aus unseren Neoprenanzügen geschlüpft waren, freuten wir uns schon auf Speiss und Trank, da wir schon alle richtig Hunger hatten. Der Aufenthalt bei der Pension Mühlmann dauerte ebensolange wie die Schluchtenwanderung. Nochmals herzlichen Dank Fredi …..

Angelika aus Irschen